Ehemalige Priester

Offenbar suchen eine ganze Reihe “ehemaliger” Priester eine neue Beschäftigung – als “Coach” (ein nicht geschützter Begriff – klingt gut und kann auch was heißen, muss es aber nicht), “systemischer Berater” (“systemisch” ist ja nach dem Abflauen der “Achtsamkeit” der neue Hype – wobei meist übersehen wird, dass die systemische Beratung bzw. Therapie zu recht auch kritisiert wird!), “Seelsorger” (trifft sich ja irgendwie gut – auch wenn die wenigsten eine fundierte Seelsorge-Ausbildung haben dürften), Paar-Therapeut (wenn man mal außer Acht lässt, dass die eigene Beziehung, wegen der sie meist ihr Priestertum aufgaben, nicht selten bald darauf in die Brüche geht und sie schwerlich in der Position sein dürften, über eine gelingende Ehe berichten zu können), Seminar-Leiter (kann ja irgendwie jeder machen), Hochzeits- oder Trauerredner (na ja…) oder als Schriftsteller (sind wir das nicht alle?). Wer sein eigenes Leben aber dermaßen brutal gegen die Wand gefahren hat, sollte vielleicht erst einmal eine Auszeit nehmen, bevor er als Berater tätig wird oder seine “Weisheit” anderweitig unters Volk bringt. Klingt hart, dürfte aber bei einigen den Nagel auf den Kopf treffen. Ach ja – bitte erspart uns doch die Selbstmitleids-Tour (nicht das Zölibat, noch die Kirche oder sonst wer sind an euren Entscheidungen schuld. Die Verantwortung hierfür habt ihr ganz alleine zu tragen!).

Sofortiger Stopp der staatlichen Subventionierung von kirchlichen Veranstaltungen!

Ich bin selbst gläubiger Katholik. Als solcher fordere ich das sofortige Ende jeglicher staatlicher Unterstützung kirchlicher Veranstaltungen (wie etwa dem Kirchentag). Es ist nich Aufgabe des Staates, hier Steuermittel zuzuschießen! Das billige Argument, dass hier ja auch Menschenmassen angezogen werden, deren Konsum ja auch der Wirtschaft vor Ort zugute komme, ist hierbei belanglos. Die Kommunen vor Ort können gut und gerne für ihren eigenen Tourismus sorgen – und den Kirchen schadet es nichts, so zu planen, dass sie mit ihren eigenen Mitteln zurecht kommen. Von kirchlichen Großveranstaltungen halte ich sowieso nichts. Das ist reine Verschwendung und hat dauerhaft keine (positive) Wirkung. Die Mittel wären anderswo besser aufgehoben.