Wenn kirchliche Organisationen sich in den Wahlkampf einmischen…

Wenn kirchliche Einrichtungen Werbeaktionen anlässlich der Wahl durchführen, indem sie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ihre Kundinnen und Kunden kaum verholen aufrufen, für (bzw. gegen) eine bestimmte Richtung/Partei zu wählen, ist das ein Unding. Ein derartiger Eingriff in demokratische Prozesse hat bei einer gemeinnützigen Organisation nichts zu suchen. Im Grunde schneidet man sich hiermit ins eigene Fleisch – kann hierbei doch ein offensichtlicher Eigennutz unterstellt werden. Schließlich könnte eine erfolgreiche “ungewünschte” Partei (wir wissen alle, wer gemeint ist) für einen Einbruch der staatlichen Förderung bzw. für einen radikalen Politikwechsel sorgen.
Ich sage dies nicht, um diese Organisationen schlecht zu reden – ganz im Gegenteil: Mir liegt etwas an ihnen und genau deshalb möchte ich mich dagegen aussprechen, dass Spendengelder und Zuschüsse für politische Einflussnahme verwendet werden.
Wir brauchen keine platten und durchsichtigen Sprüche, um zu wissen, wen wir wählen sollen.