Hilfe zur Selbsthilfe – unbedingte Umsetzung des Subsidiariätsprinzips!

Ein Großteil des Non-Profit-Sektors erbringt Dienstleistungen für Arme, Bedürftige, Kranke und Behinderte. Dafür bekommen diese Unternehmen Spenden sowie finanzielle Leistungen vom Staat und den Krankenkassen.
Soweit, so gut. Daran ist ja auch nichts auszusetzen.
 
Oder doch?
 
Wie würde denn der Umkehrschluss heißen? Wenn wir dafür sorgen, dass die Menschen gesund sind und genug zum Leben haben, wären eine Menge Leute arbeitslos. In gewissem Sinn ist der NPS also auf diese Menschen “angewiesen”.
 
Genau hier setzt meine Kritik an: Ich bin sehr für Hilfe zur Selbsthilfe – soweit möglich. Allerdings sehe ich auch die Gefahr, Menschen “gut gemeint” in Abhängigkeit zu halten.
 
Wenn das Geld und die Wohnung vom Sozialbürgerhaus bzw. Wohnungsamt kommt, das Essen von der Suppenküche, die Lebensmittel von der Tafel, die Kleidung von der Kleiderkammer – warum sollte mensch dann noch seinen/ihren Hintern hochheben und daran arbeiten, wieder selbst seinen/ihren Lebensunterhalt zu verdienen – oder alternativ ein gesundes Leben zu führen oder zumindest mit der Krankheit/Behinderung zurecht zu kommen? Da dürften die nötige Disziplin und Motivation wohl eher gering sein.
 
Natürlich fallen nicht alle unter diese Rubrik – die Versuchung ist aber zweifellos da – von Seiten der Betroffenen wie der NPOs.
 
Was tun? Diejenigen, die helfen, müssen laufend ihre eigenen Beweggründe für ihr Tun überprüfen. Gleichzeitig müssen NPOs – mehr als bisher – von unabhängigen Stelllen auf ihre Effektivität und die Verwendung ihrer Mittel geprüft werden.
 
Nein, ich will nicht behaupten, NPOs wären per se schlecht. Im Gegenteil – mir liegt etwas an ihnen und den Menschen, denen sie beistehen, deshalb will ich meinen Teil dazu beitragen, dass hier ergebnisorientiert gehandelt wird.