Der Friedensnobelpreis – für den Müll?

Präsident Obamas Amtszeit ist vorbei und der Friedensnobelpreis, den er seinerzeit erhielt, wurde inzwischen international zur (traurigen) Lachnummer. Die damalig gepriesenen “außergewöhnlichen Bemühungen” zur Verständigung zwischen den Völkern haben so nie stattgefunden. Dachte man anfangs, er würde den Preis “im Voraus” für noch nicht geleistete Taten bekommen, weiß man heute, dass kaum eine Amtszeit eines amerikanischen Präsidenten so ergebnislos endete wie die Obamas.
Mit dem Erhalt des Friedensnobelpreises steht er in einer Reihe mit dem unsäglichen Al Gore, der sich mittlerweile selbst am meisten blamiert, der Europäischen Union (wieso verleihen wir das Ding nicht gleich der ganzen Welt? Oder dem Planeten Mars?) oder dem Terroristen Jassir Arafat. Noch Fragen? Wer will denn in so einer Liste auftauchen?
Die Begründungen lesen sich wie Interview-Antworten aus einem Schönheitswettbewerb, bei dem die Teilnehmerinnen in der Regel auch für den “Weltfrieden” eintreten.
Nein, nicht jeder Preisträger hat den Preis unwürdig erhalten. Wo aber ist der Wert dieser Auszeichnung, wenn man einen kritischen Blick auf die ausgezeichneten Menschen und Organisation wirft, für die sie stehen? Amnesty International sieht Abtreibung, also das Töten ungeborener Kinder als Menschenrecht. Al Gores “Eine unbequeme Wahrheit” enthält inhaltliche Fehler und seine eigene Stromrechnung war 20 Mal höher als die eines Durchschnitt-Amerikaners. Die UN ist schnell dabei, Israel zu verurteilen, schweigt aber zu “palästinensischen” Terrorismus, die Europäische Union ist inzwischen so beliebt, dass viele ihrer Bewohner einen Austritt ihres Landes befürworten und England ihn nun auch beschlossen hat. Präsident Carter bezeichnete Israel als Apartheid-Regime – was nicht nur falsch, sondern geschmacklos ohnegleichen ist.
Was also tun mit dem Friedensnobelpreis – in den Müll?
Wenn der Preis irgendeine Zukunft haben soll, dann müssen die Preisträger genauer unter die Lupe genommen werden. Wer nur dem politischen Mainstream und dem Zeitgeist folgt, macht sich lächerlich. Der Friedensnobelpreis muss mutig verliehen werden. Politische Korrektheit verschafft zwar eine breite Zustimmung, landet aber auf dem Müll der Geschichte. Die aufrichtigen Preisträger haben es nicht verdient, in einer Reihe mit Versagern und Verbrechern zu stehen.
Wer mit der Verleihung des Preises eigene politische Interessen verfolgt, hat nichts im Kreis derer verloren, die die Preisträger auswählen. Es müssen klare Statuten her, und eine absolute Transparenz.
Dann allerdings kann der Preis wieder zu altem Glanz und alter Würde erstrahlen.